Platzordnung

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Jeder Tennisplatz braucht besondere Aufmerksamkeit und Pflege von allen Spielern und Spielerinnen, damit insbesondere der Boden über die komplette Saison bespielbar bleibt.

Die wichtigsten Kriterien vorweg:

  1. Niemals auf trockenem Boden spielen
    • Vor jedem Spiel den kompletten Platz von Zaun bis Zaun, also auch alle Randbereiche inklusive Geh-/Ruhezonen, mit dem Schlauch beregnen.
    • Das Beregnen sollte vom Ergebnis her einem mäßig starken Platzregen (welch Wortspiel!) gleichen. Kein lauer Sommerregen aber auch keine Sintflut!
    • Beim Spielen auf zu trockenem Boden lockert sich der vormals gepresste Ziegelsand bis zu einer Tiefe von mehreren Zentimetern. Als Ergebnis kann der Ziegelsand nicht mehr richtig binden, fängt an zu stauben und wird schnell zum Sandkasten und somit kaum mehr bespielbar.
    • Wenn ein Spiel mehr als 2 Sätze oder länger als 1 Stunde geht muss der Platz nochmals zwischenzeitlich beregnet werden!
  2. Nicht auf zu nassem, durchgeweichten Boden spielen
    • Nach (oder gar während) einem Regenschauer mit Pfützenbildung darf der Platz nicht bespielt werden.
    • Auch wenn keine Pfützen erkennbar sind kann der Platz zu weich sein. Der Sand hat eine tiefrote "nasse" Farbe wie direkt nach dem Beregnen mit dem Schlauch. Durch die anhaltende Bewässerung von oben zieht das Wasser allerdings bis in tiefe Ebenen des Platzes ein.
    • Beim Spielen auf zu nassem Boden hinterlassen schnelle Richtungswechsel oder Drehungen unweigerlich Krater im Boden, die irgendwann irreparabel werden und zu einer Schliessung des Platzes wegen Unbespielbarkeit führen.
    • Dass der Platz nach Regen wieder bespielbar ist erkennt man an vereinzelten "Trocknungsinseln" auf dem Platz, also solche Stellen die merklich hellere Farbtöne aufweisen als der umliegende Sand.
  3. Krater beseitigen und den Platz komplett abziehen
    • Nach jedem Spiel mit dem Holzschaber eventuell entstandene Krater schliessen, die sich inbesondere an der Grundlinie bilden. Dabei den Schaber ohne Druck großflächig und in verschiedenen Richtungen geführt über den Sand führen, um den Sand in die entstandenen Löcher zu füllen.
    • Danach mit den Abziehnetzen den kompletten Platz inklusive Geh-/Ruhezonen abziehen.
    • Das Abziehen beginnt im Randbereich des Platzes und wird bis zur T-Linie in der Platzmitte spiralförmig durchgeführt. Das verhindert, dass Sand aus der Platzmitte und der Grundlinie heraus weiter nach aussen getragen wird. Der Sand bleibt mittig auf dem Platz wo er hingehört.
    • Sollte der Platz sehr trocken sein den Platz vor dem Abziehen leicht beregnen. Nicht so stark wie vor dem Spiel, sondern gerade so, dass es nicht staubt.
    • Wird der Platz nicht großflächig abgezogen bringt dies 2 Probleme mit sich: Kleinste Krater werden nicht geschlossen und somit immer tiefer und befestigter, bis sich der Sand im ganzen löst und einen Sandkasten hinterlässt. Werden die Randbereiche nicht abgezogen wächst sehr schnell Moos und Unkraut an dern vernachlässigten Stellen, insbesonder dort wo es ohnehin feucht ist, z.B. in der Nähe zu Bäumen (Platz 3)!

     

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